Warum bewirbst du dich nicht bei Shopping Queen?

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„Warum bewirbst du dich nicht bei Shopping Queen?“

… Wenn man sich 24/7 nur mit Mode beschäftigt, ist diese Frage von Freunden, Familie und Bekannten unumgänglich. Doch, nein, ich möchte mich nicht dort bewerben. Nicht, weil ich das Format nicht spannend, Guida Maria Kretschmer nicht unfassbar witzig, oder nicht einmal unter Zeitdruck 500€ auf den Kopf hauen möchte. Nein, das kann es nicht sein. Schließlich freue ich mich jeden Samstag auf fünf tolle Folgen am Stück!

 
„Die Schnürsenkel passen farblich suuuuppperr zu deiner Jacke“

Wenn man wie ich täglich mit Mode zu tun hat, sich umfassend damit beschäftigt, sieht man dieses Format mit den Protagonisten etwas kritischer. Aus einer Stadt werden fünf Frauen oder aber auch Männer für eine Shopping Woche ausgewählt. Unterschiedlichste Charaktere, mit unterschiedlichen Jobs, aber alle vereint das Interesse an Mode – mehr oder weniger. Das ist natürlich für den Zuschauer spannend, aber die Bewertungsmaßstäbe variieren doch sehr drastisch. Sicherlich muss nicht jede Kandidatin modisch auf dem neuesten Stand sein, und das will das Format auch nicht, aber wenn dann so Sätze fallen wie: „Die Schnürsenkel passen farblich suuuuppperr zu deiner Jacke“ und die Kandidatin daruafhin neun Punkte bekommt, dann frage ich mich – wo ist hier das modische Verständnis? Kann man sich schon zu applaudieren und neun Punkte bekommen, nur weil man den gleichen Farbton getroffen hat? Und wenn man sich einmal Folgen mit Frauen anschaut, die im Modebusiness unterwegs sind, stellt man sehr schnell fest, dass sie meistens nicht in den vorderen Reihen unterwegs sind. Alles, was etwas von der Norm abweicht, wird meistens sehr kritisch beäugt. Da gehen die Meinungen vom Moderator und den Protagonisten um einiges auseinander. Während Guido förmlich über jede modische Aktion ausflippt, sind die Frauen oft damit überfordert und wählen als Einkaufende doch wieder das „Standardprogramm“, was von den Bewertenden mit einer hohen Punktzahl bewertet wird.

Subjektive Wahrnehmung spielt hier eine große Rolle und das macht Shopping Queen auch aus. Das modische Bewusstsein spielt hier neben Symphatie der Kandidaten, das Erreichen des Wochenziels und Color Matching oft eine Nebenrolle.

 
Privat ist nicht immer privat

Neben den Outfits werden während der Drehzeit die Wohnungen der Kandidaten näher beleuchtet. Das finde ich prinzipiell nicht weiter schlimm. Was mich allerdings stört, ist das Herumwühlen in privaten Boxen oder das Anprobieren von Klamotten aus dem Kleiderschrank, auch wenn die Größe nicht die richtige ist. Das würde mich kirre machen.

In Berlin findet Shopping Queen in regelmäßige Abständen statt, und immer wieder kommen wir an gewohnte Orte zurück. Alle Geschäfte rund um den Hackeschen Markt sind allseits beliebt und gerne besucht. Große Ketten, in denen auch ich gerne einkaufen gehe, nehmen nur selten daran teil. Also wer möchte noch einmal den Mango und den Buffalo Store in der Neuen Schönhauser sehen?

 

Bis nächsten Samstag

Ich möchte an der Stelle noch einmal hervorheben, dass ich ein großer Fan von Shopping Queen bin. Dies sind lediglich meine ganz persönlichen Gründe, mich bei dieser Show nicht zu bewerben. Ich würde es aber sehr spannend finden, wenn die Modeeinkäufer von kleinen und großen Modehäusern daran teilnehmen würden. Sie sind die, die sich tagtäglich mit Mode auseinandersetzen und heute schon wissen, was in einem Jahr in unseren Kleiderschränken hängt. Wie würden sie einkaufen? Wären die Bewertungen anders als bei „normalen“ Frauen? Ich bin gespannt, was noch kommt und bin definitiv am Samstag wieder dabei 🙂

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