„Frauen zeichne ich als Blumen“ (Christian Dior)

Vielleicht habt ihr schon davon gehört, vielleicht auch nicht. Momentan ist in ausgewählten Kinos der Film „Dior und ich“ zu sehen.


Inhalt der Dokumentation ist die imaginäre Zusammenarbeit zwischen dem verstorbenen Meister selbst und dem neuen Creative Director Raf Simons, dessen erste Aufgabe darin besteht, innerhalb von 8 Wochen eine Haute Couture Collection auf die Beine zu stellen. Gängig sind hierfür mindestens 3-4 Monate.

Als Grundlage für seine Arbeit nutzt Simons die Aufzeichnungen von Dior, um Tradition mit Moderne vereinbaren zu können. Christian Dior sagte einmal in einem Interview er zeichnete Frauen wie Blumen: großer Busen, schmale Taille, üppige Unterteile. Dies nimmt sich Raf als Inspiration und lässt (ja lässt) seine Gedanken zu Papier bringen.
Neben großartigen Ateliermitarbeitern, die in höchster Präzisionsarbeit kleinste Perlen versetzen, glänzt seine rechte Hand Pieter Mulier durch größte Warmherzigkeit.

Haute Couture heißt übersetzt höchste Schneiderkunst, und davon kann man sich in dem Film hautnah überzeugen. Kleinste Stickereien, aufwendige Drucke und schwierigste Schnitttechniken lassen eine wunderschöne Kollektion entstehen.

Als Ort der Haute Couture Show wählt Simons eine alte Stadtvilla inmitten von Paris und lässt jeden Raum vollständig (!) in ein Blumenmeer verschiedenster Farben erstrahlen. So ist zum Beispiel ein Raum aus roséfarbenen Rosen ausgeschmückt, ein anderer aus weißen Orchideen.

Haute Couture Show Dior

Während der Show wirkt das ganze Ambiente ergreifend und atemberaubend schön. Und man erlebt einen völlig emotional überwältigten neuen Creative Director, der die Botschaft des Meisters auf seine Weise interpretiert und dadurch mehr als verstanden hat – „Frauen zeichne ich als Blumen“.

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